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Erste Gondel und Flügel

Gem 2013 Windenergie erster Flügel 2Die erste Gondel und der erste Flügel wurden am Dienstag, 19. November, an der Rehborner Windenergieanlage (WEA 06) im oberen „Flürchen“ angebracht. Ein auf Ketten fahrender Kran, der bis zu 1200 Tonnen heben kann, hiefte das Maschinenhaus auf eine Höhe von 139 Metern. Anschließend wurde im schwindenden Tageslicht der 60 Meter lange Flügel angebracht.

Damit nähert sich der Aufbau der ersten von zunächst 13 neuen Windkraftanlagen auf Rehborner Gemarkung seinem Ende. Der Einbau der elektrischen Anlagen in den Turm wird etwa zwei Wochen dauern. Danach liefert die WEA 06 bis zu sieben Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr.

Die Fundamente der anderen zwölf Anlagen sind gegossen; teilweise wurde auch hier schon mit dem Turmbau begonnen. Jeweils im Wochenabstand soll eine weitere Windenergieanlage fertig aufgebaut und dann an das neue Umspannwerk zwischen Meisenheim und dem Becherbacher Ortsteil Roth angeschlossen werden.

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Vier für Preise für Mundartdichter

Im Alter von 30 Jahren, also 1987, begann der heute 56-jährige Realschullehrer Norbert Schneider seine Liebe zur Heimat und Pfälzer Mundart zu entdecken. Gem 2013 Norbert Schneider Preise

Ein Hobby, das dem gebürtigen Rehborner neben dem Tennis- und Boulespiel (2014 ist er 20 Jahre Vorsitzender des TC Rehborn) all die Jahre viel Freude bereitete und ihm zahlreiche Preise und Auszeichnungen einbrachte. Dieses Hobby lag schon im Blut seiner Vorfahren, in dessen Fußstapfen er vor nunmehr 26 Jahren trat. Denn schon Großvater Heinrich Schneider liebte die Poesie und stellte dies 1959 mit einem Gedicht beim Pfälzer Mundartwettbewerb in Bockenheim unter Beweis.

Nicht nur in den zurückliegenden Jahren hat Norbert Schneider in Rheinland-Pfalz und dem Saarland viele Preise und Auszeichnungen für seine Gedichte und Geschichten bei namhaften Mundartdichter-Wettbewerben erringen können, sondern auch in diesem Jahr, in dem er mit neuen Beiträgen und Auftritten wieder vier Erfolge verbuchen konnte.

Mit dem Gedicht „Ookumme“ (hochdeutsch: Ankommen), in dem eine beschwerliche Wanderung aufgezeigt wird, belegte er beim Wettbewerb „Dannstädter Höhe“ im Bereich Lyrik den zweiten Platz.

Beim Wettbewerb „Sickinger Höhe“ kam er mit dem Gedicht “Gedangge in de Altstadt“ (Gedanken in der Altstadt) bei der Lyrik auf den 4. Platz. Die Idee für dieses Gedicht kam ihm auf dem neu angelegten Platz beim Gemeindehaus in der Meisenheimer Altstadt, als er sich dort auf einen Vortrag vorbereitete und auf dem Wasserlauf den Weg eines Rosenblattes interessiert verfolgte. Mit der Geschichte „Zimmlich beschde Freindinne“ (Ziemlich beste Freundinnen) belegte er in der Kategorie Prosa Platz zwei. Dieser Beitrag entstand nach dem Inhalt des Kinofilmes „Ziemlich beste Freunde“, den der Autor wenige Zeit vorher gesehen hatte.

Beim diesjährigen Mundartwettbewerb in Bockenheim erhielt er einen Anerkennungspreis für sein Gedicht „Bes annermol“ (Bis andermal), mit dem er den Abschied des Sommers beschrieb.

Norbert Schneider hat aber nicht nur Gedichte und Geschichten geschrieben und in seiner Heimat, in verschiedenen Regionen oder bei Wettbewerben vorgetragen, sondern war auch Autor für mehrere Bücher in Pfälzer Mundart.

Derzeit noch verfügbar sind die beiden letzten Buchauflagen „Vun Schullehrer unn annere Spezjalischde“ und „Unn mei Herz schleet Borzelbääm“. Sie können beim Autor (Norbert Schneider, Bergstraße 43, 555592 Rehborn, Telefon 06753/3358, Fax 06753/ 962830 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bestellt werden.

Mit dem Titel “Hall Dich munder“ hat Norbert Schneider zurzeit ein weiteres Mundartbuch in Arbeit, das er im Herbst 2014 vorstellen wird. Die Zeichnungen und Illustrationen in diesem Buch, stammen - wie bei den vorangegangenen Büchern - wieder von dem Rehborner Helmut Werkhäuser. Text/Foto: Klaus Merscher

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Erster WEA-Turm wächst

Gem 2013 Windenergie WEA06 Turmbau 1

Die Aufbauarbeiten für den ersten Turm der 13 (oder später 15) Rehborner Winderergieanlagen haben begonnen. Am oberen Ende des Weinwiesentals, im sogenannten „Flürchen“, wurden auf das nur gut zwei Meter hohe Fundament der WEA 06 die ersten Halbschalen aus Beton aufgesetzt. Hierauf werden weitere, komplette Betonringe montiert. Diesen folgen Ringe aus Stahl, bevor schließlich in 137 Metern Höhe die Maschinengondel aufgesetzt wird. An der Gondel werden schließlich Nabe und die drei Flügel befestigt, die dann 199 Meter hoch in den Himmel ragen.

Zur Montage kommt zunächst der größte fahrbare Kran mit Straßenzulassung zum Einsatz. Später wird mit diesem Kran ein Großkran zusammengebaut, was alleine fünf Tage dauern soll. Dieser Kran kann auf Ketten nur wenige Meter vor- und rückwärts fahren, um erst die Gondel und danach die Nabe mit den angebauten Flügeln in Millimeterarbeit in die richtige Position zu bringen.

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Kerb 2013 mit schönem Umzug

„O’zapft is!“ Mit einem wuchtigen Hammerschlag beförderte Ortsbürgermeister Thomas Link den Zapfhahn ins Spundloch des ersten von drei zur Kerb gestifteten Freibier-Fässern. Mit dem schon traditionellen, freitäglichen Bayerischen Abend mit Grillhaxen und Live-Musik durch die „Alkophoniker“ des TV Rehborn nahm so die Kerb 2013 ihren Anfang.

Gem 2013 Kerb Miss

Fünf 5er-Mannschaften bewiesen in Wettspielen unter der Moderation von Stefanie Grimm ihre Fähigkeiten und Stärken beim Maßkrug stemmen, beim Melken, beim Schubkarrenrennen und Brezel-Weitwurf. Zur „Miss Dirndl 2013“ wurden Heike Maurer und zur „Mister Lederhose 2013“ Helmut Wückert gewählt.

Der Gottesdienst zur Kerb wurde am Samstagnachmittag von Pfarrerin Cornelia van Bentum im Festzelt abgehalten, bevor es dann an gleicher Stelle mit einer Plattenparty mit „Peters Musik-Express“ weiterging.

Beim Umzug am Sonntagnachmittag auf der neuen Route blieben die Teilnehmer vom Regen verschont. Einziger Wermutstropfen war, dass der Festzug immer wieder ins Stocken oder zum Stillstand kam und so die vielen Zuschauer am Straßenrand mal mehr oder weniger lang warten mussten. Dies hatte seinen Grund darin, dass der Zug zweimal die Hauptstraße kreuzte und dabei jeweils die Durchfahrt der Linienbusse abwarten musste.

Dem fröhlichen Treiben am Straßenrand machte dies jedoch keinen Abtrag, zumal sich die einzelnen Straßen was Ideen, Gestaltung und Kostüme anging, viel zu dem Thema „Yesterday – Die Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts“ einfallen ließen.

Beim Umzug vorweg fuhr wieder der Wappenwagen der Gemeinde. Das Blasorchester des TV Rehborn sorgte für die notwendige musikalische Unterhaltung, gefolgt von den am Kerwefreitag beim bayrischen Abend gekrönten „Miss Dirndl“ und „Mister Lederhose“ 2013.

Die 20er Jahre wurden von der Obergasse, Im Weiher und Am Bröckelsberg in bunten Kostümen dargestellt. „Die 30er Jahre Kultur – war Kino pur“ war das Motto der Hauptstraße mit vielen bekannten Filmen und heute noch bekannten Schauspielern.

Gem 2013 Kerb Hauptstrasse

Die Bergstraße zeigte das Leben der 60er Jahre mit der damaligen Jugend, Hippies, Motorradrockern, Beatles und der Mondlandung. Auch ein 56 Jahre alter, echter Rolls-Royce war mit von der Partie, ebenso wie eine Gruppe Kunstradfahrer aus Staudernheim.

Das Unterdorf besuchte in den 70er Jahren „Ilja Richters Disco“ und der Hüttenbach brachte Filme, Musik und Geschichte, wie den Fall der Berliner Mauer, der 80er Jahre in Erinnerung.

Die Straußjugend beschloss wieder den schönen Festzug, bevor es mit Blasmusik ins Festzelt auf den Turmplatz ging. Dort hielten Johanna Körper und Sabine Bernd die Kerweredd, wonach bis in die Abendstunden das DJ Double D die vielen Zeltbesucher mit Musik für jedermann unterhielt.

Am Kerwemontag gab es Frühschoppen im Festzelt mit Livemusik mit den Gigolos bis zum Abend.

Zur Beerdigung der Kerb am Dienstagabend kamen - sicherlich wegen des starken Regens - nur wenige „Trauerleute“ zum Treffpunkt in Ortsmitte. Nach kurzem Umzug wurde dann trotzdem zünftig mit Kranzkuchen, Kaffee und Schnaps in einem nahegelegen Gasthaus die Beerdigungsfeier mit dem offiziellen Ende des Volksfestes gefeiert.

Natürlich zeigten sich auch die Gasthäuser bei der Bewirtung ihrer Gäste bestens gerüstet. Und über das Kerwewochenende waren auch wieder der Weinstand und die Cocktailbar des Reitervereins präsent in der Ortsmitte.

Versteht sich von selbst, dass auch der „Vergnügungspark“ mit Olympiabahn, Schießbude, Süßwaren- und Losstände in der Ringstraße wieder die Herzen für groß und klein höher schlagen ließ.

Wenn auch das Wetter an den fünf Kerwetagen hätte besser sein können (an vier Tagen gab es mehr oder minder starke Regenschauer), konnten die Veranstalter - die Ortsgemeinde, der Jugendclub und der Fußballsportverein - mit dem Verlauf und auch dem Besuch mehr als zufrieden sein.Text/Fotos: Klaus Merscher