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Brücken-TÜV kommt

Gem 2017 Brücken-TÜV

Der Technische Überwachungsverein untersucht im Laufe der Woche die drei Rehborner Brücken in kommunaler Verantwortung: die beiden Brücken über den Hüttenbach in der Obergasse bzw. der Hintergasse sowie die Steinerne Brücke über den Glan. Also nicht wundern, wenn da unbekannte Personen im Bachlauf unterwegs sind und sich die Gemäuer auch von der Unterseite her ansehen.

Die Gemeindearbeiter hatten die Bauwerke in den vergangenen Tagen zugänglich gemacht und Aufwuchs entfernt.

Die zum Bahnhof führende Hölzerne Brücke gehört dem Landkreis; ob diese auch untersucht wird, ist nicht bekannt.

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Kerb 2017 naht

Liebe Rehbornerinnen, liebe Rehborner!

Die Kerb 2017 ist eine besondere Kerb – erstmals wird sie unter der Federführung der Gemeinde veranstaltet. Es wurde ein Festausschuss gegründet, in dem dankenswerter Weise die Vereine FSV, MGV, TV und RV mitwirken. Es ist gleich, ob sie einen Wein am Weinstand, einen Cocktail am Stand vor der Kirche oder ein Bier im Zelt trinken: Alles geht in einen Topf und wird am Ende fair unter den Vereinen aufgeteilt.

Gem 2017 Kerb Plakat

Ohne diese Vereine und deren Mitgliedern wäre unsere Kirmes nicht zustande gekommen. Vorab daher schon einmal ein herzliches Dankeschön an die teilnehmenden Vereine und deren helfende Hände!

Da zur Kerb kein Rehborner Gasthaus geöffnet hat, haben wir versucht, Ihnen mit Unterstützung eines Caterers auch kulinarisch etwas zu bieten. Freitag und Montag im Festzelt sowie Samstag/Sonntag im Gemeindehaus an der Linde. Näheres auf der Rückseite!

Bitte beachten: Aus organisatorischen Gründen gibt es die Speisen im Zelt nur auf Vorbestellung. Sie können ab sofort in Wagner Lädchen, Bäckerei Volker Bayer und in der Metzgerei Giesler sowie beim Bürgermeister (Sprechstunde) Bons für diese Speisen erwerben.

Neu wird auch das Zahlsystem an der Kerb sein. Sie können im Zelt und an der Linde Bon-Karten im Wert von 5, 10 oder 20 € erwerben. Mit diesen Bons können Sie alles (im Zelt sowie am Wein- und Cocktailstand an der Linde) über die ganze Kerb bezahlen. Eine Barzahlung wird nur bei der Zelt-Bedienung am Freitag und Sonntag möglich sein. Nicht genutzte Bons werden selbstverständlich an der Bon-Kasse ausgezahlt.

Bitte unterstützen Sie die Rehborner Kerb, indem Sie von den Angeboten Gebrauch machen und die Veranstaltungen an allen Tagen besuchen. Die Mitwirkenden haben viel Zeit, Fleiß und Ehrgeiz in diese Kerb gesteckt – danken Sie es ihnen.

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Mauern nicht besteigen

Gem 2017 Naturlehrpfad verboten

„Betreten verboten – Absturzgefahr“ und dazu ein Piktogramm. Insgesamt vier solcher Gefahr-Hinweise finden sich seit Dienstag am oberen wie unteren Weg des Naturlehrpfades. Damit ist aber nicht gemeint, dass der Weg zu den Orchideen für Fußgänger gesperrt ist. Vielmehr besagt es, dass man auf den alten Weinbergmauern nicht herumlaufen oder sie gar erklettern soll.

Über das Aufstellen der Schilder waren weder die Ortsgemeinde, die für Ordnung und Sicherheit auf dem Weg verantwortlich ist, noch das Forstrevier als Eigentümer des Geländes informiert. Vermutlich wurden sie von der Firma installiert, die im vergangenen und diesem Jahr Teile des alten Mauerwerks saniert und neu aufgebaut hat.

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Bewegend: Bänke eingeweiht

Sechs Australier und ein Engländer reisten heute nach Rehborn, um acht gespendete Bänke der Erinnerung (siehe früheren Post) offiziell zu überreichen; ihre Vorfahren waren im August 1944 bei einem Flugzeugabsturz auf der Rehborner Wart ums Leben gekommen.

Gem 2017 Bänke der Erinnerung

Die Besucher trafen schon vormittags ein. Ortsbürgermeister Thomas Link und Ortschronist Rainer Thielen besuchten mit den Gästen Aussichtspunkte mit Blick auf die Wart und erzählten das, was in der Gemeinde über den Absturz bekannt ist.

Am Nachmittag traf man sich mit unerwartet vielen Rehbornern am Anfang des Naturlehrpfades, wo eine der gestifteten Bänke steht und Informationstafeln in englischer und deutscher Sprache an das Unglück erinnern. Nach einer kurzen Ansprache des Ortsbürgermeisters überreichte dieser drei Erinnerungstafeln aus Rehborner Eiche. Darauf angebracht sind Teile der Unglücksmaschine, die erst kürzlich bei Baggerarbeiten gefunden wurden. Sichtlich bewegt wurden die Erinnerungsstücke entgegen genommen. Zwei der Söhne der Soldaten hielten ebenfalls kurze Ansprachen des Dankes, dass ein Ort der Erinnerung geschaffen wurde.

Im Anschluss liefen Gäste und Besucher noch ein Stück die Wart hinauf und näher zur eigentlichen Absturzstelle.

Die Veranstaltung wurde live ins Internet zu weiteren Angehörigen in Prag und Australien übertragen.

Im Rahmen der Veranstaltung dankte Thomas Link auch Klaus Martin aus Sobernheim, der zur Erinnerung an den einstigen Rehborner Pfarrer August Kopp und dessen Stiftung einen Baum gespendet hatte. Auch hierzu hat der Ortsbürgermeister eine Informationstafel erstellt, die im Naturlehrpfad an einem Aussichtspunkt ihren Platz finden wird.

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Acht Bänke der Erinnerung

Ein viermotoriger englischer Halifax-Nachtbomber stürzte am Samstag, 12. August 1944, gegen 23 Uhr „Auf der Wart“ in Rehborn ab. Die acht Insassen starben. Jetzt, fast genau 73 Jahre später, spenden Nachfahren für jeden der Getöteten eine Ruhebank zum Gedenken.

Gem 2017 Acht Bänke der Erinnerung

Vor einigen Monaten nahm Richard York (im Foto rechts), der Enkel eines der Verunglückten, mit Ortsbürgermeister Thomas Link Kontakt auf. Er wollte mehr über den Flugzeugabsturz wissen und die Unfallstelle besuchen. Ortschronist Rainer Thielen konnte sein Wissen mit dem derzeit in Luxemburg arbeitenden Australier teilen:

„Vor dem Absturz zog das lichterloh brennende Flugzeug, von Lettweiler und aus Richtung Pletschbrunnen kommend, trudelnd, eine Schleife über Rehborn. Verlorene Wrackteile wiesen am nächsten Tag den Weg über die Hintergasse in Richtung Bahnhof. Alle acht Besatzungsmitglieder, vier Engländer und vier Australier, verloren beim Absturz das Leben. Die Toten setzte man auf dem Rehborner Friedhof bei. Im Jahr 1947 holten Briten die sterblichen Überreste ab und betteten sie auf den Soldatenfriedhof in Rheinberg/Niederrhein um.“

Anfang Februar kam Richard York nach Rehborn und besuchte zusammen mit dem Bürgermeister und dem Chronisten den Absturzort, an dem sich noch heute kleine Wrackteile finden lassen. Spontan sagte der Computerfachmann zu, eine Bank zu stiften, die eine ältere Sitzgelegenheit am „Herrenberg“ und damit unweit der Unglücksstelle ersetzen sollte. Die Stelle ist zugleich der Einstieg in den Naturlehrpfad, über dessen Orchideenpracht York und Link lange sprachen.

Wenige Tage später meldete sich Richard York noch einmal beim Bürgermeister. Sein Vater Bruce York, er und seine Geschwister sowie ein weiterer Nachfahre würden für jeden der Getöteten eine Ruhebank stiften. Der Rehborner Gemeinderat nahm das Geschenk gerne an.

Im Mai kam Richard York erneut nach Rehborn. Er hatte aus Australien acht Plaketten mitgebracht, die jeweils an einen der vor 73 Jahren Getöteten erinnern und die vom Gemeindearbeiter Viktor Wiederspan (links) an den Bänken angebracht wurden. Mittlerweile wurden fünf der Bänke im Bereich des Naturlehrpfades aufgestellt, weitere fanden ihren Platz am Friedhof, „Auf dem Loch“ hoch über Rehborn und im Weinwiesental.

Am Freitag, 4. August, um 15 Uhr kommt der Australier zum dritten Mal nach Rehborn. Mit dabei wird sein Vater Bruce York. In einer kleinen Feierstunde werden dann auf der Wart an der dort aufgestellten Bank zwei Informationstafeln über das Geschehen im August 1944 enthüllt – in englischer und deutscher Sprache.