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Bänke für den Friedhof

Ein paar Bänke mit lackierten Holzlatten, etliche weiß-ergraute Kunststoffbänke verschiedener Bauart – das waren bisher die Sitzgelegenheiten, die kein gutes Bild auf dem sonst würdigen Rehborner Friedhof abgeben. Im Rahmen des Baus des neuen Grabfeldes gab es Besprechungen und wurden Prospekte gewälzt, welche Alternativen es denn gibt. Alleine: Nichts wirklich Passendes war zu finden, und wenn, dann war es ausgesprochen hochpreisig.

Gem 2017 Friedhof - neue Bänke

Dann ergab der Zufall, dass ein heimischer Handwerker etliche Sandsteine auf Lager hat, die ursprünglich als Treppenstufen gedacht sind. Farblich passt der beige Stein hervorragend zur Friedhofsmauer und der schmückenden Verblendung an der Aussegnungshalle. Der Gemeindearbeiter traute sich zu, aus den Sandsteinen Bänke zu bauen. Das wurde dieser Tage in Angriff genommen. Dazu wurde zunächst die Hecke links am Eingang entfernt – die Pflanzen waren sowieso krank. In kürzester Zeit hatten die beiden Gemeindearbeiter die Fundamente betoniert, in dichte Staubwolken gehüllt die Füße zugeschnitten, die eigentliche Sitzfläche mit Spezialmörtel aufgeklebt. Diese erste Bank ist V-förmig aufgebaut – so hat man den gleichzeitigen Blick auf die Halle und aufs Ehrenmal. Quasi aus Reststeinen wurde schnell noch eine weitere, kleinere Bank neben der Halle aufgebaut. Die Sitzflächen erhalten noch abnehmbare Roste aus Holz, damit man bei Beerdigungen auch an Regentagen bequemer sitzen kann.

Die neue Bank kommt so gut bei Friedhofsbesuchern an, dass Mitglieder des Friedhofausschusses und Ratsmitglieder den Ortsbürgermeister baten, weitere solche Bänke auf dem Friedhof aufstellen zu lassen. Kleiner Nebeneffekt: Die Sandsteinbänke sind auch mit Arbeitszeit preiswerter als billige für den kommunalen Friedhofsbedarf.

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